Archiv der Kategorie Perlen-Taucher

Strickwochenende bei Wolle&Design

Am vergangenen Wochenende war ich bei Wolle & Design in Stadtlohn. Natürlich trug ich ein Schmuckstück aus Perlen und zwar das Häkelarmband aus dem Workshop der Perlen-Kunst-Messe Petra Tismer. Plötzlich spricht mich eine Teilnehmerin des Strickworkshops an. Sie hätte das gleiche Armband und sie wäre mit mir im gleichen Workshop gewesen. Ich konnte mich leider nicht erinnern, dabei saß sie mir direkt gegenüber. Aber bei den Workshops ist Beeilung angesagt, um alles mit zu bekommen. Die Welt ist klein. Sie will auch zur nächsten Perlen-Kunst-Messe kommen. Ich auch. Nun werde ich sie bestimmt wieder erkennen.

Perl-Zeit

Die Tage werden kürzer, das Wetter schlechter - die ideale Zeit zum Perlen. Zudem gibt es im Herbst allerorten Kreativ- und Kunsthandwerkermärkte. Hier lassen sich prima neue Ideen und Perlen sowie das passende Zubehör finden, die dann vielleicht in Workshops ausprobiert werden können.

Africa Art Centre in Durban, South Africa

Gerade entdeckte ich eine interessante Webseite www.afriart.org.za. Dort lassen sich viele Ideen und Anregungen finden. Nichtzuletzt gibt sie einen guten Einblick in das Beadworking in Südafrika. Sehenswert sind auch die monatlichen Ausstellungen, die nicht nur vor Ort zu besichtigen sind, sondern auch auf der Internetseite. Beaderinnen werden viele bekannte Techniken entdecken.

Miyuki - wie Perlen glücklich machen

von Britta Veltzke im Stadtteil-Kurier des Weser-Kuriers, 29.04.2009

Annette Last betreibt in ihrem Zweitberuf ein Kunsthandwerk und bildet sich in Kursen weiter

Annette Last hat ihr Hobby zu ihrem zweiten Beruf gemacht: Neben ihrer Tätigkeit als Optikerin verkauft die Schwachhauserin am Schwarzen Meer Schmuckstücke aus Perlen - und zwar nur Unikate. Miyuki, japanisch für “Glück”, heißt ihr winziger Laden, der wegen seiner liebevollen Gestaltung selbst an ein Schmuckstück erinnert.

Annette Last sitzt konzentriert, aber keineswegs angespannt, hinter ihrem Arbeitstisch und fädelt winzige Perlen auf einen Nylonfaden. Obwohl nur wenige Meter vor ihr Autos und Straßenbahnen vorüberfahren, fühlt sie sich in ihrem Laden wie in einer Oase. “Das hängt mit den Perlen zusammen”, erklärt sie. Sobald sie die Tür hinter sich geschlossen habe, um sich mit ihrem Kunsthandwerk zu beschäftigen, sei es ganz und gar still um sie.

Die Arbeit mit den Perlen mache sie glücklich - an jedem der drei Öffnungstage in der Woche von neuem. Dabei in Hektik zu verfallen, dafür hat sie keinen Grund: Da sie halbtags als Optikerin arbeite, sei sie wirtschaftlich abgesichert und habe den Kopf frei für ihre kreative Tätigkeit, sagt Annette Last. Sie denke nicht daran, ihren erlernten Beruf aufzugeben, um sich ausschließlich den Perlen zu widmen. “Ich möchte nicht das Gefühl haben, etwas verkaufen zu müssen.”

Die meisten der Perlen, aus denen die Ketten, Ringe und Armbänder in der Auslage gefertigt sind, stammen aus Japan, “Die japanischen Perlen sind sehr klein und vor allem sehr gleichmäßig.” Genau das Richtige für Annette Lasts Schmuckstücke, die sich durch ihre gleichmäßige geometrische Struktur auszeichnen, aber nicht eintönig erscheinen. Eines Tages möchte die Geschäftsfrau selbst einmal nach Japan reisen, um sich über die Produktion der kleinen Glanzstücke zu informieren. Aber nicht nur das reizt sie an dem Land in Fernost. ” Mich interessiert die japanische Kultur”, sagt sie.

Viele ihrer Ideen hat Annette Last auf Reisen gesammelt: “In fast jedem Land haben sich die Menschen einmal mit Perlen beschäftigt”, häufig spiegele sich darin die Alltagskultur der Leute wider. Nur in Deutschland st0ße man in Sachen Perlenkunst auf wenig kulturelles Erbe. Heute lägen Perlen aber auch in Bremen im Trend: “Die Kursangebote an der Volkshochschule sind sehr gefragt.”

Sobald einen die kunstvolle Verarbeitung der Perlen in den Bann gezogen habe, komme man davon nicht mehr so einfach los, warnt Last schmunzelnd. Obwohl sie schon zu den Profis unter den Perlenkünstlerinnen gehört, nimmt sie an den Weiterbildungen der Volkshochschule teil. “Die Techniken entwicklen sich stets weiter.” Ständig kämen neue Trends - vor allem aus den USA - nach Deutschland.

Ihre Schmuckstücke bewegen sich in einem Preisrahmen von 30 bis 170 Euro. “Das ist nicht zu viel für ein Unikat”, findet Annette Last, die sich über jeden Menschen freut, der den Weg in ihren kleinen “glücklichen” Laden findet oder auch einfach nur vor ihrem Schaufenster steht, das sie jede Woche neu gestaltet.

Miyuki, am scharzen Meer 7, dienstags, mittwochs und donnerstags 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Bedürfnis nach Neuem

Auch in Krisenzeiten hat der Mensch ein unstillbares Verlangen nach Neuem. Es bleibt auch dann bestehen, wenn die Budgets kleiner werden.

nach Schmuck Magazin 2/2009, Seite 3

“Kreative Menschen ticken anders”

“Sie verbinden hohe Disziplin mit Sinn für das Spielerische und  Verantwortungsgefühl mit Ungebundenheit. Sie bringen viel Leidenschaft für ihre Arbeit auf und bewahren sich dennoch ein hohes Maß an Objektivität. Das ergaben zumindest Untersuchungen, die der ungarisch-amerikanische Psychologe Mihaly Czikszentmihalyi mit besonders ideenreichen Menschen durchgeführt hat. Interessant auch, was die Harvard-Professorin Shelley Carson feststellte: Die Gehirne kreativer Menschen sind besonders offen für Sinnesreize und “filtern” die Eindrücke nicht so stark wie andere - deshalb lassen sich Kreative meist schneller ablenken. Positive Folge des manchmal entstehenden Chaos: ungewöhnliche Verknüpfungen im Denken!”

Quelle: Schmuck Magazin 4/2008, Seite 3, Editorial

Kreativ arbeiten entspannt

Forscher des Institut Mind/Body an der Harvard Medical School entdeckten, dass kreatives Arbeiten so wirkungsvoll wie Meditation oder Yoga für Entspannung sorgt. Die gleichmäßigen Bewegungen beim Sticken, Stricken, Häkeln oder Perlenfädeln blockieren den Ausstoß des Stresshormons. Der Blutdruck und die Herzfrequenz sinken. In einr Studie sank der Puls des Needle Workers pro Minute um elf Schläge. Frau Professor Herzog vom Institut für Textilgestaltung, Universität Dortmund, meint, dass das Erleben der eigenen Kreativität, bringt denen, die sich darauf einlassen, Entspannung und Spannung zugleich. Für die Wissenschaftlerin ist die Wiederentdeckung der Hand und das Selbstgestalten als Gegenbewegung zur Technologisierung des Alltags zu sehen.

Quelle: nach www.initiative-handarbeit.de, Pressemitteilung vom 25. Juli 2002

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