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Archive für Juli 2010
Entdeckt: Alter Schmuck aus Mexiko
27.7.2010 von admin.
Die Ausstellung “Teotihuacan- Mexikos geheimnisvolle Pyramidenstadt” im Martin-Gropius-Bau in Berlin ist vom 1. Juli bis zum 10. Oktober 2010.
Teotihuacan war von 100 v. Chr bis 650 n. Chr. die erste, die größte und einflussreichste Metropole auf dem amerikanischen Kontinent. Als die Aztecken rund tauschen Jahre später, im 14. Jahrhundert, die verlassene Ruinenstadt entdeckten, gaben sie ihr den Namen Teotihuacan - “der Ort, an dem die Menschen zu Göttern werden” - und siedelten hier ihren eigenen Schöpfungsmythos an. Heute zählt die Pyramidenstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist ein Besuchermagnet für Einheimische und Touristen.
Natürlich legte ich mein Augenmerk neben den anderen sehr sehenswerten Ausstellungsstücken, die so schnell nicht wieder nach Europa kommen, auf Perlenobjekte. Es fand sich eine Halskette aus Muscheln und menschlichen Zähnen, die bei einem Skelett lag. Der Schmuck war in der Pyramide der Gefiederten Schlange entdeckt worden und stammte etwa aus der Zeit 250 n.Chr.. Diese Halskette gehörte zu einem Menschen, der anlässlich des Baus der Quetzalcoatl-Pyramide geopfert worden war. Solche Fundstücke beweisen, dass es Menschenopferungen gab.
Als Grabbeigabe eines Mächtigen fand sich eine mächtige Halskette aus großen Perlen aus Jadeit.
Eine Kette aus Gehäusen der Olivenschnecke aus der Zeit 200 - 650 n.Chr. fiel mir auf. Die Gehäuse waren mit einem Loch versehen und aufgefädelt. Auch Skulpturen in menschlicher Gestalt schmückten kleine Ketten aus Jade.
Übrigens: In dem Buch von Lois Scherr Dubin “Alle Perlen dieser Welt” findet sich der Hinweis, dass Figuren und Perlen aus Jade wesentlich wertvoller damals waren als Gold. Die grüne Farbe der Jade galt als Symbol für Wasser und Vegetation und damit eine vollkommene göttliche Farbe.
Insgesamt war es eine lohnenswerte Ausstellung nicht nur für Perlenfans. Wieder mal zeigte sich, wie Perlen und Schmuck seit frühester Zeit zum Menschen gehören und geschätzt wurden.
www.gropiusbau.de, Berliner Festspiele
Tipp: Es hat sich als sehr praktisch erwiesen, die Tickets Online zu besorgen. Verringert die Wartezeit immens.
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Entdeckt: Budapest
25.7.2010 von admin.
Der Reiseführer von Budapest enthält ein sehr interessantes Museum für Perlenfans, das Museum of Ethnography (Völkerkundemuseum).
Genauer: Néprajzi Mùzeum, Kossuth Lajos tér 12 gegenüber vom Parlamentsgebäude, www.neprajz.hu
Die Ausstellungen befinden sich in der 1. Etage des mächtigen ehrwürdigen Museums. Im Raum 1 des Rundgangs sind Volkstrachten aus verschiedenen Regionen und Zeiten Ungarns präsentiert. Mein Schwerpunkt lag natürlich auf Perlen. Und tatsächlich fanden sich Verzierungen aus Perlen. Bei Trachten ab Ende des 18. Jahrhunderts wiesen die breiten Ledergürtel der Männer kleine bunte Perlen auf. Die Perlenarbeiten waren in Peyote gearbeitet und auf das feste Leder aufgesetzt.
Frauengürtel zeigten Perlenarbeiten mit Knöpfen auf Stoff. Einige Halsketten aus dem 19. Jahrhundert waren in kleiner (mit drei Perlen) Netztechnik mit wohl tschechischen Perlen und größeren Röhren gefädelt. Die größere Netztechnik (mit 5 oder 7 Perlen) ließ sich auch bei einem Halsschmuck entdecken. Ein Halsschmuck fiel besonders auf, denn viele, viele Perlenstränge bedeckten den ganzen Hals.
Überhaupt waren die Festtagstrachten der Männer wie Frauen sehr farbenfroh und mit Blumenmotiven, Häkeleien, Bändern, Bordüren, Metallfäden, Spitzen, Filz und Pailetten über und über verziert. Es fiel grober bestickter Filz auf. Die Trachten wurden von der Landbevölkerung getragen, Großgrundbesitzer und Städter kleideten sich nach europäischer Mode.
Während des Rundgangs fielen schwere Umhänge aus Schafshäuten auf, die aufwendig mit feinen Stickereien bedeckt waren.
Diese Ausstellung gibt einen sehr guten Über- und Einblick in das harte Leben und Arbeiten des ländlichen Ungarns.
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Beaders Best - Perlen-Kunst-Messe
24.7.2010 von admin.
Wichtiger Event für Perlenfans! Am 20. und 21. August 2011 soll die erste deutsche Perlen-Kunst-Messe in Hamburg im Bürgerhaus Hamburg-Wilhelmsburg stattfinden. Idealerweise sind die beiden Tage ein Samstag und Sonntag, so dass Berufstätige diese Veranstaltung auch besuchen können.
Händler, Künstler, Shows, Workshops, Kurse, Bücher, Preisverleihungen und vieles mehr, versprechen die Veranstalter.
Weitere Informationen unter www.perlen-poesie/perlen-kunst-messe
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