Archive für August 2009

13. Perlen-Atelier - November 2009 - Vorbereitungen

Es sind nur noch zwei Monate bis zum 13. Perlen-Atelier im November 2009 bei der VHS-Bremen. Drei Techniken sind fertig gefädelt und auf Powerpoint-Folien gebannt. Bei dem dritten Projekt fehlten Perlen, die noch nachbestellt werden mussten. Bei der Fülle der möglichen Techniken fallen mir bestimmt noch zwei weitere ein, die für die Gruppe interessant sein könnten. Abwarten, bald wird das Wetter auch wieder schlechter, so dass einige Nachmittage mit Perlen verbracht werden können.

Africa Art Centre in Durban, South Africa

Gerade entdeckte ich eine interessante Webseite www.afriart.org.za. Dort lassen sich viele Ideen und Anregungen finden. Nichtzuletzt gibt sie einen guten Einblick in das Beadworking in Südafrika. Sehenswert sind auch die monatlichen Ausstellungen, die nicht nur vor Ort zu besichtigen sind, sondern auch auf der Internetseite. Beaderinnen werden viele bekannte Techniken entdecken.

Die Geschichte der Glasperlen

Soeben entdeckte ich durch Zufall im Netz die sehr interessante Seite für Glasperlenmacher www.perlentreff.de

Hinter dem Link “Glasperlen Wiki”, “Glasperlen Wissensdatenbank” und darin in dem Hauptbereich “Perlenwissen” ist in mehreren Beiträgen viel über die Kulturgeschichte der Glasperlen zu entdecken.

Schon Neandertaler schmückten sich

Halsketten und anderer Schmuck lassen den “Körper wachsen”. Diese von der französischen Vorgeschichtswissenschaftlerin Yvette Taborin beschriebene Erfahrung machten Menschen erstmals vor 40000 bis 30000 Jahren. Für die Entwicklung des Individualitätsbewußtseins spielte sie eine große Rolle. Die aus Knochen, Elfenbein, Hirschgeweih oder weichem Gestein gefertigten Perlen stellten auch so etwas wie symbolische Codes dar, eine andere Form von Sprache.

Funde zeigen, dass auch die meist als primitiv beschriebenen Neandertaler Schmuck fertigten. Sie durchbohrten Zähne und Knochen, um sie aufzuhängen, oder versahen sie mit Kerben. Besonders beliebt waren die Eckzähne des Polarfuchses.

Allerdings waren die aus Afrika eingewanderten Neueuropäer den in mancher Beziehung durchaus ebenbürtigen Neandertalern in der Entwicklung dieser Symbolwelt offenbar überlegen. Ein höchst eindrucksvolles Zeugnis ihres Schmuckbewußtseins bietet ein in Russland entdecktes Grab. Auf den Umhang und die Fellmütze eines Toten waren 3000 Perlen aus Mammut-Elfenbein aufgenäht. Einen anderen Toten schmückte ein Gürtel mit 250 Polarfuchszähnen.

Quelle: nach Rudolf Grimm (dpa) in Weser-Kurier 10. Mai 2003

Ältester Schmuck der Welt

Archäologen stoßen in südafrikanischer Höhle auf über 75000 Jahre alte Teile einer Kette aus Schneckenhäusern.

Vor mehr als 75000 Jahren bekam das Berufsbild der Juweliere und Schmuckhersteller seine ersten Konturen. Das zumindest glaubt ein Forscherteam vom Zentrum für Entwicklungsstudien an der norwegischen Universität Bergen.

Die Wissenschaftler förderten in der Blombos-Höhle nahe dem Ort Stillbai in Südafrika 41 durchbohrte Schneckenhäuser zutage, die sie als Teile einer Kette identifizieren. Die Stücke weisen an bestimmten Stellen Abnutzungsspuren auf, wie sie beim Tragen durch das Scheuern auf Haut oder Fell entstehen. Ihre Datierung erstaunte die Fachwelt: Mit rund 75000 Jahren älter als die Pretiosen, die in Kenia, der Türkei und Bulgarien gefunden wurden und bislang als älteste Schmuckstücke der Welt gegolten hatten.

Quelle: nach Ralf E. Krüger (dpa) in Weser-Kurier 17. April 2004

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